Artenschutz
Einen einzigen Grund für das Sterben der Bienen gibt es nicht. Viele Umweltfaktoren wirken
zusammen auf die Bienen ein und diesem Stress sind diese kleinen Tiere nicht gewachsen.
Die meisten Gefahren gehen vom Menschen aus.
- Insektizide Um Schädlinge zu töten, werden in der Landwirtschaft und in vielen Haus- und Kleingärtner eingesetzt. Davon sind leider auch die Bienen betroffen, denn die Chemikalien treffen nicht nur die Schädlinge. Systemische Insekte verteilen sich in allen Teilen der Pflanzen und wirken auch auf die Bestäuber.
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Cocktaileffekt
Bienen nehmen aus der Luft sowie dem Wasser und von den Pflanzen unzählige Gifte auf.
Schadstoffe aus anderen Bereichen wirken auf die Bienen ebenso ein.
So ein Chemikaliencocktail hat viel gravierendere und einflussreichere Folgen als eine Chemikalie allein. - Monotone Agrarlandschaften Wenn nur Mais und Getreide angebaut werden, wird nichts blühen. Auch auf gemähten Wiesen blüht nichts mehr, die den Bienen Nektar und Pollen anbieten können. Hier werden auch keine Nistplätze gefunden und auch keine Nahrung für andere Insekten und keinen anderen Unterschlupf.
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Flächenfraß
Flächen werden für Industrie und Siedlungsbau genutzt. So wird den Bienen ein wichtiger
Lebensraum genommen.
Die Pflanzen, auf die die Bienen angewiesen sind, können nirgends wachsen und somit keinen Nektar und keine Pollen angeboten. Die Zerstörung von Lebensräumen ist die Folge. -
Klimawandel
Die Erderwärmung hat dazu geführt, dass viele Blühpflanzen viel früher blühen als üblich. Das
bringt den Rhythmus von Insekten und Pflanzen völlig durcheinander.
Wenn die Winter mild sind und die Sommer von langen Trockenheitsphasen geprägt sind, werden die Bienen auch dadurch beeinflusst. -
Zerschneidung von Lebensräumen
Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen haben fatale Folgen für die Bienen. Die
Vielfalt der Arten funktioniert nur als Netz.
Dies führt zu einer Verkleinerung des Genpools und die Anpassungsfähigkeit schwindet. -
Lichtverschmutzung
Nachtaktive Insekten haben hier ein großes Problem. Die Orientierung wird gestört und auch
der Energieverbrauch.
Dass beeinflusst die Fortpflanzung und auch den Rhythmus der Jahreszeiten bleibt nicht verschont.
Unnötiges Licht ist nicht nur Energieverschwendung sondern auch Umweltverschmutzung. Das ist ein großer Beitrag zum Verlust von Insekten und Vögeln.
Sonderfall der Honigbiene
Die genannten ökologischen Probleme setzen den Insekten sehr zu. Allerdings wird der Mensch der
Biene doch helfen, dass sie nicht ausstirbt, sondern dass der Bienenbestand sich wieder vergrößert.
Aber viele Honigbienen sind total überzüchtet. Dieser Aspekt führt dazu, dass die Bienen nicht mehr so widerstandsfähig sind und anfälliger werden für Krankheiten. Viele Jahre war der Mensch nur auf die Produktion von Honig aus.
Ein aus Asien eingeschleppter Parasit ist auch ein großes Problem für die Bienen. Die Varroamilbe ist nur ca. 1-2 mm groß, besitzt aber eine zerstörerische Kraft.
Die asiatischen Honigbienen sind gegen die Varroamilbe immun, aber in Europa und Amerika und auch in Afrika sind die Honigbienen sehr anfällig, von dieser Milbe befallen zu werden. Manche Imker setzen zur Bekämpfung der Varroamilbe auch Chemikalien ein.
Diese Chemikalien haben wieder zur Folge, dass die Bienen ebenfalls geschwächt werden.
Wie kann ich Bienen helfen?
Es gibt einige Wege, wie man Bienen wieder auf die Beine helfen kann.Wenn man eine geschwächte Biene im eigenen Garten beobachtet, die einige Zeit schon nicht mehr geflogen ist, ist diese auf jeden Fall geschwächt. Eine Lösung aus Zucker und Wasser kann man in der Küche zubereiten und die Biene mit einer kleinen Sitzhilfe an die Lösung heranführen. Die Biene wird sehr dankbar sein,
dass sie etwas süßes zu trinken bekommt und kann schnell wieder neue Kraft schöpfen. Im Sommer ist es empfehlenswert,
einige Wasserschälchen für Insekten und Vögel bereit zu stellen. Das hilft den Tieren neue Kräfte zu generieren und auch ihren Wasserhaushalt auf einem gesunden Level zu halten.
Insektenhotels
Insektenhotels sind zu einem wichtigen Lebensraum für Bienen geworden. Der Mensch hat leider den natürlichen Lebensraum der Bienen schon sehr weit zerstört,dass die Bienen auf uns Menschen angewiesen sind. Insektenhotels sind künstliche Nist- und überwinterungsplätze, die es in verschiedenen Größen gibt.
Entweder sind die freistehend oder an einem Baum hängend. Die Bauart erinnert an ein Hotel, daher leitet sich der Name Insektenhotel ab.
Hauptsächlich sind diese Hotels für nützliche Insekten gedacht. Hier können sie das ganze Jahr über leben und sogar überwintern.
Was ist eine Blühwiese?
Eine Blühwiese ist wunderbar bunt und auch der Wasserbedarf einer solchen Blühwiese ist um
einiges geringer.
Nicht nur die Bienen sondern auch andere heimischer Tierarten wie Schmetterlinge und Igel fühlen sich in einer Blühwiese wohl. Für eine Neuanlage einer Blühwiese reichen schon fünf bis zehn Gramm Saatgut je Quadratmeter aus.
In den ersten 6 Wochen sollte man darauf achten, dass die Wiese feucht gehalten wird.
Wenn die Pflanzenvielfalt entwickelt ist, zeigt sich ein wunderbarer Lebensraum für Bienen.
Im Folgenden sind Blühpflanzen aufgelistet, die die Bienen besonders gern mögen:
- Salbei
- Thymian
- Koriander
- Lavendel
- Borretsch
- Malve
- Krokus
- Lupine
- Schneeglöckchen
- Aster
- Ringelblume
- Steinkraut
- Mohnblume
- Sonnenblume
- Sonnenwende